Einstieg bequem im Wohngebiet

Einstieg bequem im Wohngebiet

Unsere Stadt ist „breiter“ geworden! Insbesondere in Schmiden und Oeffingen sieht man es deutlich: Die Wege von den Wohngebieten im Westen und Osten der Hauptstraße sind weit – und da fährt der Bus!

Das muss sich ändern: In unserer Nachbarstadt Waiblingen gibt es schon seit längerem interessante Citybus-Konzepte. Da sind die Wege kurz bis zur nächsten Haltestelle.

Das fordern wir auch für Fellbach! Solche Maßnahmen machen den ÖPNV attraktiv und führen zur Entlastung unserer Innenstädte durch weniger PKW.

Gerne können wir auch im Fellbacher Oberdorf überlegen, wo ein kleiner, wendiger Bus besser durch die engen Gassen käme.

Nach der nächsten sogenannten „Linienbündelvergabe“ Mitte 2027 müssen auch in Fellbach Citybusse fahren.

Wenn es in Fellbach so heiß wird wie in Florenz

Wenn es in Fellbach so heiß wird wie in Florenz

Zu einer zeitgemäßen Stadtgestaltung gehört heute auch die sogenannte Klimaresilienz. Einfach gesagt: Es reicht nicht, dass unsere Innenstädte schön anzusehen sind. Wir brauchen auch erträgliche Temperaturen im Sommer! Und das selbst dann noch, wenn es in Fellbach in absehbarer Zeit so warm ist wie heute in Florenz. Deshalb muss bei den jetzigen Planungen das Klimakonzept genauso wichtig sein wie die Architektur. Nach den Erfahrungen bei der Neuen Mitte Schmiden sehen wir es als absolut zwingend an, dass Stadtplanung von Anfang an mit durchdachten Klimakonzepten arbeitet. Wir brauchen hitzeresiliente Stadtquartiere – mehr als Architekturpreise!

Bei den Planungen für die Neue Mitte Fellbach ist das bisher noch zu kurz gekommen. Wir haben die Verwaltung aufgefordert, bei den weiteren Planungen nachzusteuern mit intensiver Gebäudebegrünung, Wasserflächen, vielen Bäume und möglichst auch noch offene, begrünte Flächen. Ansonsten wird der Sommer 2040 in der Neuen Mitte Fellbach nicht auszuhalten sein.

Fellbach kann auch ohne Radschnellweg sein!

Fellbach kann auch ohne Radschnellweg sein!

Nach der möglichen Trasse entlang der Stuttgarter Straße und der Parallelstrecke über die Mozartstraße soll nun noch eine weitere Variante für einen möglichen Radschnellweg durch Fellbach untersucht werden.Wir sind der Meinung, dass man jetzt schon lange und intensiv genug nach Lösungen gesucht hat. Mit den starren Vorgaben, wie der Radschnellweg auszusehen hat, wird es aber keine vernünftige Lösung geben für unsere Stadt!

Auf der Stuttgarter Straße oder in den parallelen Nebenstraßen gibt es zu viele Querungsbedarfe, um einen wirklich attraktiven, bevorrechtigten Schnellweg zu schaffen. Trassenführungen weiter im Norden oder im Süden verursachen einen zu großen Umweg – solche Wege werden von den späteren Nutzern nicht akzeptiert werden.

Diese Situation wird so bleiben – egal wieviel Geld und Zeit wir jetzt noch in weitere Prüfungen stecken! Oder kann sich wirklich jemand vorstellen, dass ein Radfahrer, der von Stuttgart möglichst schnell nach Waiblingen will, mit einer Kehre über die Fellbacher Stadtmitte an der Lutherkirche vorbei fahren wird? Das würde nur funktionieren, wenn man alle anderen Strecken konsequenterweise für Radfahrer sperrt!

Für weitere Untersuchungen Geld und vor allem Arbeitszeit zu investieren, macht aus unserer Sicht keinen Sinn mehr. Deshalb haben wir am 30.11.2021 gegen die Untersuchung einer weiteren Trasse gestimmt. Und stattdessen die Verwaltung aufgefordert, sich jetzt auf den zügigen Abschluss der Radnetzkonzeption zu konzentrieren. Wenn diese steht und man die kleinen und großen Verbesserungen rasch umsetzt (wie z.B. die Überquerungsmöglichkeit der S-Bahn-Gleise), profitieren viele Menschen in unserer Stadt. Die spannende Achse ist nämlich immer noch die von Nord nach Süd und nicht die für den Radschnellweg vorgesehene Verbindung von Stuttgart nach Waiblingen.

Warum Straßenraumgestaltungsmaßnahmen jetzt nicht die allererste Priorität haben

Warum Straßenraumgestaltungsmaßnahmen jetzt nicht die allererste Priorität haben

Das Investitionsprogramm der Stadt platzt aus allen Nähten. Fellbach braucht weitere Kindertagesstätten und muss gleichzeitig für die Sanierung vieler in die Jahre gekommenen Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sorgen. Das erlaubt keinen Aufschub!

Damit es bei diesen Projekten zügig voran gehen kann, müssen andere Projekte nach hinten geschoben werden. Für uns sind dies die Straßengestaltungsmaßnahmen Nördliche Bahnhofstraße (vom Bahnhof bis zur Stuttgarter Straße) und 2. Abschnitt Südliche Bahnhofstraße (Mozartstraße bis Tainer Straße).

Dieser Aufschub hat einen positiven Nebeneffekt: Noch nicht überall hat sich die Einsicht durchgesetzt, dass Radfahrer keine Störfaktoren sind in einer lebenswerten Innenstadt der Zukunft, sondern ein Teil der Lösung: Wer auf’s Rad umsteigt, sorgt dafür, dass ein Auto weniger die Straßen verstopft, Abgase verursacht und 16qm Parkfläche am Straßenrand benötigt.

Solange viele bei Innenstadtplanungen immer noch dem Auto die oberste Priorität einräumen, ist es besser, wir warten mit solchen Projekten noch eine Weile. Weil die Ergebnisse müssen nicht zur Lebenssituation der vergangenen 50 Jahre, sondern zu den kommenden 50 Jahren passen.

Für den Haushalt 2022 haben wir deshalb die Verschiebung der Maßnahmen an der Bahnhofstraße beantragt, bis das Projekt „Remstalstraße Schmiden“ umgesetzt ist. Dort sind die Planungen bereits relativ weit gediehen und werden schon in Kürze der Öffentlichkeit vorgestellt.